Module

ISYS Disposition

ISYS Disposition

Das Regiezentrum für die Produktion. Alle Prozesse im Blick mit der Möglichkeit, jederzeit schnell und effektiv eingreifen zu können.

Die Disposition ist das zentrale Instrument zur Organisation, Steuerung und Überwachung auftragsgesteuerter Prozesse vor und während ihrer Ausführung in jedem Bereich des Produktionsbetriebs.

Idealerweise wird die Auftragsdisposition als Bestandteil einer integrierten Lösung eingesetzt und agiert als Bindeglied zwischen der Feinplanung und der Ausführung auftragsgesteuerter Prozesse.

Sie ist aber auch unabhängig von diesen Modulen nutzbar, solange das Kernsystem implementiert ist. Das kann z. B. der Fall sein, wenn der Disposition vom ERP-System hinreichend detailliert vordefinierte Auftragsvorräte zur Verfügung
gestellt werden. Oder die Disposition erhält Statusinformationen wie Istwerte zu Materialverbräuchen, Statuswechseln von Ressourcen oder Aufträgen per Datenerfassung statt von einer aktiven Ausführungssteuerung auf MES-Ebene.

Kommunikation Ebene 4 (ERP) Kommunikation Ebene 2, 1 (Automatisierung) Produktion Material Qualität Instandhaltung Analyse Daten- erfassung Verfolgung Feinplanung Disposition Ausführung Definitions- Management Ressourcen- Management

Aufträge setzen sich zusammen aus der Definition

  • eines Prozesses (Prozedur, Arbeitsplan)
  • der zu verwendenden Ressourcen,
  • produktspezifischer Arten und Mengen benötigter Materialien (Stückliste),
  • der produktspezifischen Prozess-Parameter und
  • der auftragsspezifischen Prozess-Parameter.

Die Disposition umfasst den kompletten Funktionsumfang zum

  • Anlegen (einschließlich Einlastung durch überlagerte Planungsfunktion),
  • Verändern (einschließlich Aufteilung und Zusammenlegung) sowie
  • Löschen

von Aufträgen unter Nutzung der im System vorhandenen Konfigurationsdaten.

Für vollständig definierte, anlagen- oder linienbezogene Aufträge bietet die Disposition die erforderlichen Funktionen zur Ausführungssteuerung auf dieser Ebene:

  • Freigeben
  • Sperren
  • Starten
  • Anhalten
  • Fortsetzen
  • Unterbrechen
  • Abbrechen
  • Beenden

Die Definition des Auftragsstatus und der Befehlssatz zum Auslösen von Statusänderungen orientieren sich an internationalen Standards wie ISA-TR88.00.02, OMAC PackML und dem Weihenstephaner Standard.

Die Basis-Funktionalität der Disposition kann bei erhöhten Anforderungen modular erweitert werden.

Dynamische Ressourcenzuweisung

In der Regel werden Aufträge unter Verwendung der ihnen zum Auftragsstart zugeordneten Ressourcen abgearbeitet.

Kommt es zu Funktionsstörungen an einer Maschine oder Teilanlage, wird die Ausführung des Auftrags unterbrochen und in der Regel erst fortgesetzt, nachdem die Störung beseitigt wurde. Ist das nicht möglich, muss der Auftrag gegebenenfalls abgebrochen und zur Produktion der fehlenden Produktmenge ein ungeplanter Zusatzauftrag disponiert und ausgeführt werden.

Um die aus derartigen Gründen auftretenden Stillstandzeiten zu verringern, kann die Disposition um eine dynamische, regelbasierte Ressourcenzuweisung ergänzt werden.

Bei der Bearbeitung eines Auftrags werden dann im Störfall basierend auf im System hinterlegten Konfigurationsdaten Ersatz-Ressourcen selektiert und vorgeschlagen. Ein Abbruch eines unterbrochenen Auftrags kann so oft vermieden
werden. In gleicher Weise können während der Ausführung eines Auftrags Ressourcen, die ein anderer Auftrag nicht mehr benötigt, zur Laufzeit als Ersatz genutzt oder zusätzlich verwendet werden, um die Durchlaufzeit zu verkürzen.