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ISYS Basissystem

ISYS Basissystem

Produktionsdatenerfassung ist das Fundament für jede MES-Lösung und jeden kontinuierlichen Verbesserungsprozess in industrieller Produktion und Fertigung.

Produktionsdaten unterschiedlichster Art und aus unterschiedlichsten Quellen werden automatisch oder manuell erfasst und entweder direkt oder retrograd analysiert.

Unabhängig von der angewendeten Methodik (z. B. Lean Six Sigma) sind diese Daten und der Kontext, in dem sie erfasst werden, der Schlüssel zur gezielten Führung und Optimierung eines Herstellprozesses.

Um maximalen Nutzen aus den gewonnenen Daten zu ziehen, müssen sie in einer Struktur erfasst werden, die ihre Nutzung über lange Zeiträume und in jeder Kombination und Korrelation ermöglicht, wie es ein integriertes Produktions-Management erfordert.

Kommunikation Ebene 4 (ERP) Kommunikation Ebene 2, 1 (Automatisierung) Produktion Material Qualität Instandhaltung Analyse Daten- erfassung Verfolgung Feinplanung Disposition Ausführung Definitions- Management Ressourcen- Management

Als Basis für modular erweiterbare MES-Lösungen umfasst das Modul ISYS Basissystem zunächst die komplette Systeminfrastruktur

  • von der Erfassung über Speicherung, Aggregation und Archivierung aller Arten von Stamm- und Bewegungsdaten
  • bis hin zur webbasierten Benutzeroberfläche sowohl für den operativen Einsatz der MES-Lösung als auch für deren Engineering.

Das Engineering erfolgt primär durch konsequent modellbasierte Konfiguration und Parametrierung auf Basis etablierter internationaler Standards für MES-Funktionen, insbesondere ISA-95 (IEC/EN 62264) und ISA-88 (IEC/EN 61512). Eine anwendungsorientierte und bereichsübergreifende Harmonisierung ermöglicht die durchgängige Abbildung auch hybrider Herstellprozesse, die - neben der Nutzung von Intra-Logistik (Lagerung und Transport) - sowohl prozesstechnische Anteile als auch diskrete Fertigung umfassen.

Der modellbasierte Ansatz schließt alle Aspekte ein, von der Definition physikalischer Anlagenstrukturen und der zugehörigen Datenpunkte bis hin zur vollständigen Abbildung aller Teile eines komplexen, mehrstufigen Herstellprozesses, die miteinander synchronisiert sein müssen.

Damit wird zugleich die Basis für das Ressourcen-Management auf Basis von Betriebszuständen gelegt. Deren Betrachtung ist zwar schon in Zusammenhang mit der reinen Datenanalyse von Bedeutung (z. B. OEE), aber insbesondere Kernfunktionalität für die Nutzung von Feinplanung, Disposition und Ausführung auftragsgesteuerter Prozesse.

Schließlich liefert das Modul ISYS Basissystem auch die komplette Infrastruktur und Funktionalität für bidirektionale Kommunikation mit externen Systemen

  • vom ERP-System (Ebene 4)
  • über andere auf MES-Ebene agierende externe Systeme wie LVS oder LIMS (Ebene 3)
  • bis hin zum Automatisierungssystem einer Teilanlage oder Maschine (Ebenen 2 und 1).

Sowohl bei der Umsetzung von Teilen der MES-Funktionen als auch der Schnittstelle zur Automatisierungsebene setzt das Modul ISYS Basissystem auf die Wonderware-Systemplattform, insbesondere den Wonderware Historian und den Wonderware Application Server.

Kommunikation mit externen Systemen

Neben der zur Erfassung großer Datenmengen aus externen Systemen auf Automatisierungs-Ebene erforderlichen Kommunikation spielt die transaktionale Kommunikation eine wichtige Rolle für ganzheitliches, digitales Betriebsmanagement. Und hier kommt der Ansatz der modellbasierten Konfiguration zum Tragen.

Mittels so genannter

  • Connectors und
  • Sockets

kann das Modul ISYS Basissystem modular erweitert werden.

Die Auswahl der entsprechenden Komponente definiert einerseits den Kommunikationskanal ("Sprache"), über den die Kommunikation mit einem externen System erfolgen wird und andererseits die Rolle, die die MES-Lösung in Relation zum externen System einnimmt (Master/Slave). Anschließend können über die Engineering-Oberfläche Kommunikations-Transaktionen abgestimmt auf das Partnersystem konfiguriert werden.